Sportler gehen während einer olympischen Eröffnungsfeier in ein Stadion, einer hält eine Fahne mit einem Kreuz, die Menge im Hintergrund.

Die Olympischen Spiele sind der globale Catwalk der Sportmode

Das olympische Feuer ist in Milano–Cortina erloschen. Die besten Athletinnen und Athleten der Welt haben sich erneut gemessen und Sportgeschichte geschrieben, während die olympische Flagge als Symbol der Freundschaft zwischen den Nationen im Wind wehte. Die feierlich in ihren Repräsentationsanzügen einmarschierenden Teams erinnerten daran, dass die Olympischen Spiele mehr sind als ein Wettkampf – sie sind eine Bühne, auf der nationale Identitäten und Kulturen aufeinandertreffen.

Heute begegnet auf dieser Bühne auch die Mode dem Sport.

Ein mit der brasilianischen Flagge gefütterter Daunenmantel, Sambarythmen im Moment des Olympiasiegs – in der Zusammenarbeit des norwegisch-brasilianischen Lucas Braathen mit Moncler verschmelzen Sport und Luxusmode, und die Bilder gehen in Sekunden um die Welt.

Alle zwei Jahre sind die Olympischen Spiele der meistverfolgte Catwalk der Welt. Milliarden Blicke richten sich auf Arenen, in denen nicht nur Leistungen und Heldengeschichten präsentiert werden, sondern auch neue Produkte und Technologien. Wenn die Spiele nacheinander in den Modemetropolen Frankreich und Italien stattfinden, betreten die renommiertesten Modehäuser der Welt die Bühne – und die Verbindung zwischen Sport und Luxus ist stärker denn je.

Olympische Outfits sind weit mehr als bloße Repräsentationskleidung. In ihnen verdichten sich nationale Traditionen und modernstes Produkt-Know-how – und sie prägen Designtrends weit über die Arenen hinaus. Ikonische Looks werden auch unter Konsumentinnen und Konsumenten begehrt.

Athletinnen und Athleten sind zu kulturellen Meinungsführerinnen und -führern geworden. Soziale Medien vervielfachen ihre Sichtbarkeit, und die Spiele bieten Individuen wie Marken eine einzigartige Möglichkeit, im Rampenlicht zu stehen. Was auf der olympischen Bühne entsteht, bleibt nicht dort.

Vier Erwachsene in Winterjacken und Mützen lächeln für ein Foto in einer Halle, die wie eine Sportveranstaltung aussieht.

Von der Funktionalität zur Spitze der Mode

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren olympische Kleidungsstücke noch schlichte, auf Bewegungsfreiheit ausgelegte Outfits. Allmählich hielten die Farben der Nationalflaggen und landestypische Symbolik Einzug in die Designs.

In den 1980er-Jahren wurden die Farbwelten kräftiger, und die Outfits spiegelten zunehmend kulturelle Identität wider. Internationale Sportgiganten wie Nike und Adidas eroberten die Arenen und brachten technisch immer ausgefeiltere Produkte auf den Markt. Athletinnen, Athleten und Wettbewerbe wurden zugleich zu Trägern gesellschaftlicher Botschaften.

Spätestens die Sommerspiele von Los Angeles 1984 markierten den Beginn der modernen, stark gebrandeten Ära der Sportmode. Sponsoring wurde zu einem integralen Bestandteil der Olympischen Spiele.

Ein Skifahrer in olympischer Ausrüstung fährt während eines Wettkampfs auf einer verschneiten Piste an einem blauen Tor vorbei.

Die 2000er: Luxus und Sport verschmelzen

Im 21. Jahrhundert werden die Outfits nationaler Teams von den bekanntesten Modehäusern der Welt entworfen. Kooperationen wie Ralph Laurens Designs für Team USA oder die Zusammenarbeit von Stella McCartney und Adidas für Team Großbritannien haben Repräsentationskleidung fest im internationalen Modekontext verankert. Olympische Mode ist zu einer Verbindung aus Storytelling und globalem Markenauftritt geworden.

Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 fungierte der französische Luxuskonzern LVMH als Hauptpartner. Die wertvollsten Modemarken der Welt prägten sichtbar das Erscheinungsbild der Spiele und unterstrichen französische Kreativität und Handwerkskunst.

Mailand, bekannt als Modehauptstadt, stärkte die Rolle des Designs weiter. Die von Giorgio Armanis EA7 entworfene Ausstattung des italienischen Teams transportierte die Botschaft „Made in Italy“. Die Spiele zeigten erneut, wie technische Sportbekleidung, Stil und nationale Identität eine stimmige Einheit bilden können.

Drei Frauen in weißen finnischen Olympiajacken stehen im Freien, lächeln und halten finnische Fahnen.

Halti als offizieller Ausstatter des finnischen Teams – von Vancouver bis London

Seit den frühen 2000er-Jahren baute Halti sein Sortiment konsequent im Bereich technisch anspruchsvoller Sportbekleidung aus. Die Partnerschaft als Ausrüster der finnischen Ski-Nationalmannschaft sowie der Kombinierer- und Skisprung-Nationalteams und das Sponsoring internationaler Großereignisse fanden eine natürliche Fortsetzung in der Zusammenarbeit mit dem Finnischen Olympischen Komitee.

Halti war offizieller Ausrüstungspartner des finnischen Teams bei den Winterspielen 2010 in Vancouver und den Sommerspielen 2012 in London.

Die Ausgangsbasis der Olympia-Partnerschaft war von Beginn an klar: Das Sponsoring sollte den Athletinnen und Athleten die bestmögliche Ausrüstung bieten – zugleich aber das gesamte sportbegeisterte Volk erreichen. In Zusammenarbeit mit der Intersport-Kette wurden die Olympiakollektionen parallel zu den Spielen breit im Handel verfügbar gemacht. Während in den Arenen mitgefiebert wurde, waren dieselben blau-weißen Repräsentationsoutfits in den Geschäften erhältlich. Das nationale Sportfest blieb nicht auf das Anfeuern beschränkt – jeder konnte sich wie die Heldinnen und Helden kleiden und sich als Teil des Olympiateams fühlen.

Athleten in gemusterten Uniformen bei einer olympischen Eröffnungsfeier; unten posieren vier von ihnen gemeinsam in einem ähnlichen Outfit.

Vancouver 2010 – frischer Winterstil auf der Weltbühne

Die Kollektion für Vancouver 2010 war in einer von der finnischen Nationalflagge inspirierten Blau-Weiß-Schwarz-Palette gestaltet. Ein sich durch die Produkte ziehendes, geschwungenes Printmotiv setzte ein markantes visuelles Zeichen.

Für das Design zeichnete Haltis langjähriger Chefdesigner Martti Kellokumpu verantwortlich – selbst ehemaliger Spitzensportler und Gesamtweltcupsieger im Mogul-Skiing der Saison 1986/87.

Für Halti, tief im Wintersport verwurzelt, war dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Die Produkte erfüllten höchste Anforderungen an Winterbedingungen und überzeugten mit internationaler Strahlkraft.

Finnland trat mit 95 Athletinnen und Athleten an. Das Ziel war zwölf Medaillen, am Ende wurden es fünf – sportlich eine Enttäuschung. Doch Anerkennung erhielt das Team dort, wo selten Medaillen vergeben werden: im Stil. Die von Halti entworfenen Outfits sorgten international für Aufmerksamkeit und belegten in einem inoffiziellen Ranking der Eröffnungszeremonie den dritten Platz. Die US-Talkshow-Moderatorin Rachel Meadow zählte das finnische Outfit zu den stilvollsten – nur Andorra und Bermuda lagen vor den von Kellokumpu entworfenen Looks. Trotz überschaubarem sportlichem Erfolg hinterließen finnisches Design und ein frischer visueller Auftritt bleibenden Eindruck.

Eine Gruppe von Menschen hält finnische Flaggen; darunter sind Abbildungen von Jacken und T-Shirts mit Finnlandmotiven in Weiß und Blau zu sehen.

London 2012 – ein frischer Look für urbane Spiele

Für die Sommerspiele in London entwickelte Halti einen neuen, leichteren Look, der sich harmonisch in das pulsierende Großstadtumfeld einfügte. Die Kollektion, erneut von Kellokumpu und seinem Team entworfen, griff ein Printmotiv auf, das von den Felsformationen und dem natürlichen Rhythmus des finnischen Schärenmeers inspiriert war.

Das blau-weiße Gesamtbild war leicht, technisch und modern. Es stärkte die nationale Identität, indem es finnische Natur subtil in das visuelle Erscheinungsbild des Teams integrierte.

Finnland nahm mit 56 Athletinnen und Athleten teil. Drei Medaillen wurden gewonnen – die glänzendste war Silber im Frauen-Match-Race-Segeln (Silja Lehtinen, Silja Kanerva und Mikaela Wulff), dazu kamen zwei Bronzemedaillen im Segeln und im Gewichtheben.

Die stimmungsvollen, spektakulär inszenierten Stadtspiele boten den Outfits internationale Sichtbarkeit. Die von der Natur inspirierte Kollektion, passend zur urbanen Umgebung, spiegelte Haltis Kompetenz wider, finnische Identität, Funktionalität und zeitgemäßes Design zu verbinden.

Skilangläuferin in einer Team-Kanada-Uniform beim Skifahren auf Schnee mit Bäumen im Hintergrund, Vancouver 2010.

Auch in Bormio in Halti-Farben auf der Piste

Obwohl bei den Spielen in Mailand das finnische Team offiziell vom heimischen Unternehmen Luhta ausgestattet wurde, waren Eddie Hallberg und die finnische Ski-Nationalmannschaft in Bormio weiterhin in Halti-Farben auf der Rennstrecke zu sehen.

Halti ist offizieller Ausstatter der finnischen Ski-Nationalmannschaft. In technisch besonders anspruchsvollen Disziplinen ist der Einsatz spezialisierter Performance-Bekleidung zulässig, sofern der allgemeine Ausrüstungspartner diese nicht anbietet. Im Leistungsbereich wird sportartspezifische Spitzenkompetenz respektiert.

Newsletterseite mit einer Geschichte über Kalle Palander, seine Karriere und einer Halti-Ladenwerbung; Text und Fotos sind enthalten.

Regel 40 schützt olympische Partner

Die kommerzielle Struktur der Olympischen Spiele wird vom Internationalen Olympischen Komitee gesteuert. Jedes Nationale Olympische Komitee schließt für eine vierjährige Olympiade einen Ausrüstungsvertrag ab, der die offizielle Bekleidung des Teams während der Spiele festlegt.

Athletinnen und Athleten tragen die Outfits des gemeinsamen Partners bei Reisen, offiziellen Anlässen und Siegerehrungen – selbst wenn ihre Verbände oder Nationalteams eigene langfristige Ausrüstungsverträge haben.

Die Sichtbarkeit von Marken und Sportlerinnen und Sportlern wird durch die sogenannte Regel 40 geregelt. Ihr Ziel ist es, die Exklusivrechte der offiziellen Veranstaltungspartner zu schützen. Konkret bedeutet dies: Während der etwa drei- bis vierwöchigen „Games Period“ dürfen persönliche Sponsoren der Athletinnen und Athleten keinen Bezug zu den Olympischen Spielen herstellen oder olympische Erfolge werblich nutzen, sofern sie nicht selbst offizielle Partner sind.

Diese Regelung sichert die Finanzierung und das einheitliche Erscheinungsbild der Spiele – macht die Wettkampfphase jedoch für viele individuelle Partner der Athletinnen und Athleten zu einer außergewöhnlich stillen Zeit.